Laserbeschriftung Anwendungsfall: Kohlenstoffstahl/Eisen – Farbmarkierung
Laserbeschriftung Anwendungsfall: Kohlenstoffstahl/Eisen – Farbmarkierung
Gerätekonfiguration: Chuangxin MFPT-Serie MOPA 60W Faserlaser
Farbmarkierung wird normalerweise als exklusive Anwendung für Edelstahl und Titanlegierungen angesehen, aber der MOPA-Laser kann auch auf Kohlenstoffstahl einzigartige Farbeffekte erzielen. Obwohl die Farbpalette auf Kohlenstoffstahl nicht so reichhaltig ist wie auf Edelstahl, sind Brauntöne, Gold, Blau und Violett durchaus realisierbar – geeignet für differenzierte Kennzeichnungen von Werkzeugen, Beschlagteilen und mehr.
1. Prinzip der Farbmarkierung
Das Prinzip der Farbmarkierung auf Kohlenstoffstahl ist ebenfalls der Dünnschicht-Interferenzeffekt – der Laser erzeugt eine Oxidschicht auf der Oberfläche, unterschiedliche Schichtdicken interferieren zu verschiedenen Farben.
Unterschiede zu Edelstahl:
- Kohlenstoffstahl enthält Kohlenstoff, der die Farbreinheit während der Oxidation beeinträchtigt
- Die Farbpalette auf Kohlenstoffstahl ist schmaler als auf Edelstahl, warme Töne (Gold, Braun, Violett) sind leichter, kalte Töne (Blau, Grün) schwieriger
- Gusseisen ist praktisch nicht farbbeschriftbar (Graphitausscheidungen stören die Farbe erheblich)
2. Gerätekonfiguration
| Parameter | Wert |
| Laser | Chuangxin MFPT-Serie MOPA gepulster Faserlaser (60W-Klasse) |
| Wellenlänge | 1066 ± 3 nm |
| Wiederholfrequenz | 1-4000 kHz |
| Pulsbreitenbereich | 2-500 ns |
| Spitzenleistung | Bis zu 10 kW |
| Kühlung | Luftkühlung |
3. Parametereinstellungen
Das Parameterfenster für die Farbmarkierung auf Kohlenstoffstahl ist noch schmaler als auf Edelstahl. Die folgenden Werte sind Referenzstartwerte.
Startparameter für häufige Farben
| Farbe | Leistung | Geschw. (mm/s) | Frequenz (kHz) | Pulsbreite (ns) | Füllabstand (mm) | Defokussierung |
| Gold | 70-90 % | 500-800 | 40-60 | 80-150 | 0,01-0,02 | -0,5 bis -0,8 mm |
| Braun | 60-80 % | 300-600 | 30-50 | 100-200 | 0,02-0,03 | -0,3 bis -0,5 mm |
| Blau | 80-100 % | 400-600 | 70-90 | 50-100 | 0,01-0,02 | -0,3 bis -0,5 mm |
| Violett | 70-90 % | 400-700 | 50-70 | 50-100 | 0,01-0,02 | -0,3 bis -0,5 mm |
Ehrliche Einschätzung zur Farbmarkierung auf Kohlenstoffstahl: Die Wiederholbarkeit und Konsistenz ist nicht so gut wie bei Edelstahl. Wenn der Kunde stabile Farbeffekte benötigt, wird Edelstahl oder Titanlegierung bevorzugt empfohlen. Auf Kohlenstoffstahl eignen sich eher “warme Dekorationseffekte” als präzise Farbsteuerung.
4. Ergebnismerkmale
- Farbpalette: Gold, Braun, Violett – Blau ist schwierig stabil zu halten
- Sättigung: Weniger leuchtend als Edelstahl, eher “matter” Eindruck
- Konsistenz: Unterschiedliche Chargen zeigen große Farbunterschiede
- Oberflächenanforderung: Je glatter und gleichmäßiger die Oberfläche, desto besser das Farbergebnis
5. Hinweise
- Kohlenstoffstahlsorte hat großen Einfluss: Niedrigkohlenstoffstahl liefert bessere Farbergebnisse als Mittel-/Hochkohlenstoffstahl, da weniger Kohlenstoff die Farbe weniger stört
- Oberflächenvorbehandlung: Vor der Farbmarkierung gründlich entrosten und entfetten – sonst ungleichmäßige Farbe
- Serienkonsistenz: Chargenunterschiede bei Kohlenstoffstahl haben großen Einfluss – jede Charge neu mustern
- Gusseisen ungeeignet: Gusseisen mit hohem C-Gehalt (> 2 %) ist praktisch nicht farbbeschriftbar
- Praktische Geschäftsempfehlung: Bei Kundenwunsch nach Farbmarkierung auf Kohlenstoffstahl zuerst Musterabgleich und Kundenerwartungen managen
- Dekorative Markenidentifikation auf hochwertigen Werkzeugen
- Differenzierte Logos auf Beschlagteilen
- Dekoration von Kohlenstoffstahl-Kunsthandwerk
- Markenidentifikation auf Schneidwerkzeugen (Gold-/Brauneffekte)
6. Anwendungsbereiche
Zusammenfassung: Mit dem MOPA 60W können auf Kohlenstoffstahl warme Farbeffekte erzielt werden, aber die Farbvielfalt und Stabilität sind nicht so gut wie bei Edelstahl. Wenn der Kunde Farbe benötigt, Edelstahl verwenden, wenn möglich; wenn nur Kohlenstoffstahl in Frage kommt, sind Gold und Braun die zuverlässigere Wahl.
*Die Farbmarkierung auf Kohlenstoffstahl ist material- und oberflächenempfindlich – unbedingt vorher mustern.*
