Einführung in die Lasermarkierung von Kunststoffen und Harzen
# Einführung in die Lasermarkierung von Kunststoffen und Harzen
Kunststoffe und Harze sind in industriellen Anwendungen allgegenwärtig — von Elektronikgehäusen über Fahrzeuginnenräume, von medizinischen Geräten bis hin zu Alltagsverpackungen. Die Lasermarkierung hat sich aufgrund ihrer Dauerhaftigkeit, berührungslosen Arbeitsweise und hohen Geschwindigkeit zur bevorzugten Lösung für die Kunststoffkennzeichnung entwickelt.
**Markierungseigenschaften gängiger Kunststoffe:**
**ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol)**
Karbonisiert unter Lichteinwirkung und wird schwarz, bietet hohen Kontrast und klare Markierungen. Sowohl UV-Laser als auch Faserlaser können gute Ergebnisse erzielen.
**PC (Polycarbonat)**
Hat eine gute Laserabsorption und kann je nach Lasereinstellung weiße oder schwarze Markierungen erzeugen. UV-Laser liefert die besten Ergebnisse.
**PP (Polypropylen) und PE (Polyethylen)**
Diese beiden Materialien absorbieren Infrarotlaser schlecht, was zu unbefriedigenden Markierungsergebnissen führt. UV-Laser oder CO2-Laser sind besser geeignet.
**PET (Polyethylenterephthalat)**
Hat eine extrem hohe Absorption von CO2-Laser, erzeugt klare Markierungen. Wird häufig für Getränkeflaschen und Lebensmittelverpackungen verwendet.
**Empfehlungen zur Laserauswahl:**
– UV-Laser (355 nm): Geeignet für fast alle Harze, gute Farberzeugung, minimale thermische Schädigung
– CO2-Laser (10,6 μm / 9,3 μm): Geeignet für PET, Papier, Holz usw., gute Absorption bei einigen Harzen
– Faserlaser (1064 nm): Geeignet für kohlenstoffhaltige Harze (z. B. ABS, PBT), schlechte Ergebnisse bei transparenten Harzen
**Arten von Markierungseffekten:**
– Schwarze Markierung: Der Laser karbonisiert oder färbt das Harz ein
– Weiße Markierung: Der Laser erzeugt Mikrobläschen auf der Harzoberfläche, die einen weißen Kontrast bilden
– Beschichtungsentfernung: Entfernung der Oberflächenbeschichtung, um die Farbe des Grundmaterials freizulegen
**Zusammenfassung:** Es gibt keine “Allzwecklösung” für die Kunststoffmarkierung. Die geeignete Laserwellenlänge muss basierend auf dem Materialtyp ausgewählt werden. UV-Laser hat die größte Vielseitigkeit und ist die erste Wahl für die Kunststoffmarkierung.

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